HR - Die Ratgeber

Vor einiger Zeit hat der HR die Service Reihe aus dem Programm genommen. Auf diesem Sendeplatz wird nun von Montag bis Freitag die neue Sendung "Die Ratgeber" ausgestrahlt. Leider handelt es sich dabei um eine recht unstrukturierte Ansammlung von Kurzbeiträgen. Unterschiedliche Themen werden in einer Sendung angerissen - allerdings nicht vertieft. Dafür ist die Sendezeit zu kurz.  Hinzu kommt, dass auch Sendeschnipsel aus vergangenen Service Sendungen (heute z.B. Kapstadt) zum x-ten Mal wiederholt werden. Leider wird hier eine Chance vertan, Sendezeit sinnvoll zu nutzen.

Veröffentlicht am 15.04.2019 20:51 Uhr.

Par ordre du mufti

Die aktuellen und ehemaligen Amtsinhaber der drei Gemeinden, welche das neue Gewerbegebiet Limes bei Hammersbach verantworten, halten den Mitgliedern und Sympathisanten der neuen Bürgerinitiative „Schatzboden“ vor, ihre Bedenken gegen das Gewerbegebiet zu spät geäußert zu haben. 
Hierzu ist anzumerken, dass die Planung des Gewerbegebietes ohne jegliche Mitwirkung der Anwohner erfolgte. Eine vorherige Information mit einer Diskussion mit den Betroffenen erfolgte nicht. Es ist ja gerade der Vorteil von kleinen Gemeinden, dass hier die Möglichkeit gegeben ist recht einfach die Stimmungslage der Bevölkerung zu ermitteln und – falls  Widerspruch zu erwarten ist – die Pläne zu diskutieren. Dies hat man im vorliegenden Fall nicht getan, sondern das Gewerbegebiet wurde durch die Gemeindegremien „Par ordre du mufti“ beschlossen. Da muß man sich nun nicht wundern, wenn jetzt die Widerstände deutlich werden. So wie dies übrigens an mehreren anderen Orten in Hessen der Fall ist, nämlich überall dort, wo die Dietz AG ihre bodenzerstörenden Planungen vorantreibt.

Veröffentlicht am 27.03.2019 11:56 Uhr.

Graue Einöde

Gestern bin ich mit dem Fahrrad durch unser Neubaugebiet gefahren. Die meisten der dort neu entstandenen Wohnhäuser haben eine Vorgartengestaltung, die nur aus Steinen bzw. Schotter besteht. Dazwischen stehen dann einige kümmerliche und oft exotische Geünpflanzen. Es ist ein Bild des Jammers. Sicher ist die Pflege einfach. Aber es ist auch eine Katastrophe für die Natur. Der Boden ist versiegelt, den Insekten wird die Nahrungsgrundlage entzogen und die Umwelt verödet.

Warum, so frage ich mich, wird hier nicht mit Hilfe der Bauordnung eine naturnahe Gestaltung der Vorgärten vorgeschrieben? Wenn schon durch die Erschließung eines neuen Baugebietes wertvollster Ackerboden vernichtet wird, warum wird dann nicht wenigstens versucht, den Anteil des Grüns so hoch wie möglich zu halten?

Veröffentlicht am 24.03.2019 8:23 Uhr.

Umweltzerstörung 

Heute sind meine Frau und ich mit unserem Hund in der Nähe des neuen „interkommunalen Gewerbegebietes“ zwischen Limeshain und Hammersbach spazieren gegangen. Die Ausmaße der dort entstehenden Hallen sind beängstigend. Wieder einmal wird wertvoller Ackerboden zugebaut und ist dann für immer und ewig verloren. Das Ganze erfolgt durch die Bensheimer Dietz AG, einem Immobilienunternehmen, das schon an anderen Orten in Hessen durch solche Projekte unrühmlich aufgefallen ist. Wie dort auch, setzen sich auch hier bei uns die maßgeblichen Kommunalpolitiker oft über die Interessen der eigenen Bevölkerung hinweg.

Ausufernde Bodenversiegelung, erhebliche Verkehrsbelastungen und eine deutliche Steigerung des Lärms sind die Folgen dieser Baumaßnahmen. Vorteile? Es werden neue Arbeitsplätze versprochen. Ich befürchte, dass viele davon im Bereich des Niedriglohnsektors entstehen werden. Die Steuereinnahmen werden nicht hier, sondern an anderen Orten in die Gemeindesäckel fließen.

Es bleibt nur zu hoffen, dass die Bewohner der betroffenen Gemeinden sich gegen eine weitere Ausweitung des Gewerbegebietes wehren werden. 

Veröffentlicht am 11.03.2019 13:16 Uhr.

8 Prozent?

Die,Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst sind beendet worden. Die Presse berichtet von der stolz geschwellten Brust der Gewerkschaft: 8 % Steigerung habe man erreicht. Vergessen wird dabei, dass dies über einen Zeitraum von 33 Monaten erfolgen soll. Dies relativiert das Ergebnis gewaltig. Bei einer durchschnittlichen Erhöhung von 3,2% pro Jahr und einer Inflationsrate von wahrscheinlich 2% ergibt dies eine effektive Gehaltsverbesserung um etwa 1,2%. Da freut sich der Müllwerker schon auf den zusätzlichen Urlaub, den er sich dann in den kommenden Jahren leisten kann.

Veröffentlicht am 04.03.2019 12:13 Uhr.

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